EASYFITNESS plant Werbeerlöse für Franchisepartner
EASYFITNESS und Fitvertise vereinbaren eine zentrale Werbevermarktung. Ein Pilotprojekt startet im vierten Quartal 2026 in eigenen Clubs.
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EASYFITNESS will neben Mitgliedschaften eine weitere Erlösquelle für seine Studiobetreiber erschließen: Gemeinsam mit dem Werbevermarkter Fitvertise sollen Werbeflächen und Sonderformate in den Fitnessclubs vermarktet werden. Einen entsprechenden Rahmenvertrag gab die EASYFITNESS Franchise GmbH am 23. Oktober 2026 bekannt. Den Anfang machen unternehmenseigene Clubs; anschließend soll das Angebot schrittweise für Franchisepartner geöffnet werden.
Rahmenvertrag schafft gemeinsame Grundlage
Die Vereinbarung zwischen EASYFITNESS und dem auf Fitnessstudios spezialisierten Unternehmen Fitvertise sieht eine gemeinsame Vermarktung von Werbeflächen und Sonderformaten vor. Nach Angaben von EASYFITNESS soll die Kooperation zusätzliche wirtschaftliche Möglichkeiten für die angeschlossenen Betreiber schaffen. Gleichzeitig sollen werbungtreibende Unternehmen ihre Zielgruppen im Fitnessumfeld erreichen können.
Im Mittelpunkt steht dabei eine zentrale Struktur für die Werbevermarktung innerhalb des Netzwerks. Es geht somit nicht um die Ankündigung neuer Studios, sondern um die wirtschaftliche Nutzung bereits vorhandener Ressourcen. EASYFITNESS ordnet die Kooperation als Teil der strategischen Weiterentwicklung seines Franchisesystems ein: Das klassische Mitgliedschaftsgeschäft soll durch zusätzliche Erlösmöglichkeiten ergänzt werden.
Für die deutsche Franchise-Community ist daran besonders die Verbindung von zentraler Organisation und lokaler Beteiligung interessant. Die Vermarktung soll auf Netzwerkebene strukturiert werden, während die jeweiligen Studiobetreiber direkt an den Werbeerlösen ihrer Standorte beteiligt werden sollen. Damit ist die Beteiligung der Betreiber ein ausdrücklich geplanter Bestandteil des Modells – nicht lediglich ein möglicher Nebeneffekt zusätzlicher Werbung.
Pilotphase beginnt in eigenen Clubs
Die operative Umsetzung soll im vierten Quartal 2026 beginnen. Zunächst ist eine Pilotphase in unternehmenseigenen EASYFITNESS-Clubs vorgesehen. Der Rahmenvertrag bedeutet daher noch nicht, dass das Angebot bereits flächendeckend in den angeschlossenen Franchisestudios verfügbar ist.
Für den Test nennt das Unternehmen drei konkrete Aufgaben: die Integration der Werbeformate in den laufenden Studiobetrieb, die Erprobung der organisatorischen Abläufe und die praktische Vermarktung. Damit soll nicht nur geprüft werden, wie sich Werbung im Trainingsumfeld unterbringen lässt. Auch die Zusammenarbeit hinter dem Angebot und dessen Vermarktung sind Gegenstand der Pilotphase.
Diese Reihenfolge ist für Franchisepartner wichtig. Die ersten Erfahrungen sollen zunächst in den eigenen Clubs gesammelt werden, bevor das Modell für angeschlossene Betreiber zugänglich gemacht wird. Auf Grundlage der Ergebnisse ist eine schrittweise Öffnung vorgesehen. Eine unmittelbare Einführung im gesamten Netzwerk wird mit der Vereinbarung also nicht angekündigt.
Der Pilot ist damit der nächste konkrete Umsetzungsschritt. Die spätere Ausweitung auf das Franchisesystem bleibt eine Perspektive, deren praktische Ausgestaltung auf den Erfahrungen aus dieser ersten Phase aufbauen soll.
Bundesweites Netzwerk als Vermarktungsbasis
Als Größenordnung für das Netzwerk nennt EASYFITNESS in der Mitteilung rund 180 Studios und etwa 450.000 Mitglieder. Diese Zahlen beschreiben die Ausgangsbasis, auf die sich das geplante Vermarktungsangebot bezieht. Sie sind nicht mit einer bereits verfügbaren Werbereichweite oder der Zahl teilnehmender Pilotstudios gleichzusetzen.
Nach Darstellung des Unternehmens verbindet das Netzwerk überregionale Reichweite mit lokaler Präsenz. Genau diese Kombination soll durch die Zusammenarbeit mit Fitvertise systematisch erschlossen werden. Für Werbekunden ist damit ein Angebot vorgesehen, das das Fitnessumfeld als gemeinsamen Rahmen nutzt und zugleich an einzelnen Standorten präsent sein kann.
Die zentrale Organisation ist dabei ein wesentliches Element der Ankündigung. EASYFITNESS will die Vermarktung innerhalb des Netzwerks strukturieren und wirtschaftliche Potenziale durch standardisierte, einfach umsetzbare Lösungen erschließen. Ob dieses Ziel im Alltag erreicht wird, gehört zu den Fragen, für die die angekündigte Erprobung praktische Erkenntnisse liefern soll.
Entscheidend ist deshalb die Unterscheidung zwischen Netzwerkgröße und tatsächlicher Umsetzung: Das bundesweite System bildet den möglichen Rahmen. Gestartet wird jedoch in einer begrenzten ersten Phase innerhalb der unternehmenseigenen Clubs.
Was die Vereinbarung für Partner bedeutet
Für bestehende Franchisepartner eröffnet die Kooperation die Aussicht auf eine ergänzende Einnahmequelle neben dem Mitgliedschaftsgeschäft. Vorgesehen ist eine direkte Beteiligung an den Werbeerlösen des jeweiligen Standorts. Die Ankündigung beschreibt damit ein geplantes Erlösmodell, noch keine bereits erzielten Zusatzeinnahmen.
Bei der Bewertung eines solchen Angebots sollten Betreiber zwischen dem zentralen Vermarktungsversprechen und dem konkreten Nutzen für ihr eigenes Studio unterscheiden. Praktisch relevant sind insbesondere die späteren Teilnahmebedingungen, die Berechnung der Erlösbeteiligung und die Aufgaben, die vor Ort anfallen. Ebenso sollte geklärt werden, wie sich die vorgesehenen Formate mit dem Trainingsbetrieb vereinbaren lassen.
Praktisches Fazit: EASYFITNESS-Partner sollten die Ergebnisse der Pilotphase verfolgen und vor einer Teilnahme Erlösverteilung, Zuständigkeiten und betrieblichen Aufwand prüfen. Der Rahmenvertrag schafft die Grundlage; die Erprobung soll zeigen, wie daraus ein umsetzbares Zusatzangebot für die Studios wird.



