Madame Croissant plant zehn neue Franchise-Stores für 2026
Madame Croissant kündigt zehn weitere Stores für 2026 an. Tegernsee soll Mitte Oktober eröffnen; Firmen-Catering ergänzt das Ladengeschäft.
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Madame Croissant will sein deutsches Standortnetz deutlich erweitern: Die 2022 in Köln gestartete Croissanterie betreibt neun Stores und hat für 2026 zehn weitere Eröffnungen angekündigt. Der Ausbau erfolgt über Franchisepartnerinnen und Franchisepartner. Besonders konkret sind die Pläne am Tegernsee, wo ein Store in der Seestraße Mitte Oktober 2026 eröffnen soll. Neben dem Verkauf im Laden setzt die Marke auf Catering für Firmenkunden.
Vom Kölner Start zum überregionalen Netz
Der erste Store von Madame Croissant öffnete im Oktober 2022 in Köln. Vier Jahre später listet die Marke Standorte in Aachen, Berlin, Bielefeld, Dresden, Hamburg, Karlsruhe, Köln, Mönchengladbach und Oldenburg. Damit ist das Konzept inzwischen in mehreren Regionen Deutschlands vertreten und nicht mehr allein auf seinen Ausgangsmarkt im Rheinland konzentriert.
Zu den jüngeren Ergänzungen zählen Dresden, wo im November 2025 ein Store hinzukam, und Oldenburg mit einer Eröffnung im Juli 2026. Die beiden Standorte zeigen, dass der bisherige Ausbau sowohl ostdeutsche als auch norddeutsche Städte umfasst.
Nach einem Bericht von L’Express Franchise vom 7. Oktober 2026 soll nun eine weitere Expansionsrunde folgen. Die angekündigten zehn zusätzlichen Eröffnungen würden das derzeit mit neun Stores angegebene Netz mehr als verdoppeln. Dabei ist zwischen der Zahl bereits betriebener Geschäfte und den angekündigten Vorhaben zu unterscheiden: Die Expansionsankündigung ist noch keine Bestätigung, dass sämtliche neuen Stores tatsächlich eröffnet haben.
Tegernsee steht als nächster Standort im Fokus
Auf der Liste kommender Standorte stehen Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Heidelberg, Leipzig, München, Sindelfingen, Tegernsee und Ulm. Der angekündigte Ausbau weist damit einen deutlichen Schwerpunkt im Süden auf, ohne andere Regionen auszuklammern. Düsseldorf würde die Präsenz im Rheinland ergänzen, Hannover das Netz in Norddeutschland und Leipzig die bestehende Präsenz in Sachsen.
Am weitesten fortgeschritten ist nach dem Bericht das Vorhaben am Tegernsee. Für den Store in der Seestraße wird Mitte Oktober 2026 als geplanter Eröffnungstermin genannt. Dieser Standort ist damit innerhalb der angekündigten Expansion besonders konkret beschrieben: Neben dem Ort sind auch die Straße und ein zeitliches Ziel bekannt.
Die Ankündigung nennt zehn neue Stores, führt jedoch neun kommende Standortorte auf. Eine vollständige Zuordnung aller zehn Eröffnungen zu einzelnen Adressen ergibt sich daraus nicht. Für die Einordnung des Wachstums ist deshalb die angekündigte Größenordnung maßgeblich, nicht eine bereits abschließend belegte Liste von zehn neuen Geschäften.
Für die deutsche Franchise-Community ist an der Entwicklung vor allem der Übergang von einem jungen Kölner Konzept zu einem breiter verteilten Standortnetz interessant. Wie schnell dieser Ausbau tatsächlich umgesetzt wird, lässt sich an den einzelnen Eröffnungen verfolgen.
Firmen-Catering ergänzt das Geschäft im Store
Madame Croissant setzt nicht ausschließlich auf das Ladengeschäft. Catering für Firmenkunden ist ausdrücklich als zweites Standbein vorgesehen. Damit umfasst das Konzept neben dem Verkauf am Standort auch ein Angebot für gewerbliche Auftraggeber.
Für Interessierte ist diese Kombination ein wichtiger Punkt bei der Bewertung des Geschäftsmodells. Wer einen möglichen Franchise-Standort prüft, sollte deshalb nicht nur den Ladenverkauf betrachten, sondern auch klären, welche Rolle Firmenkunden im eigenen Einzugsgebiet spielen könnten. Das ist eine Frage für die individuelle Standortplanung, keine Aussage über bereits erreichte Catering-Umsätze.
Die vorhandenen Angaben enthalten keine Aufteilung der Erlöse zwischen Ladengeschäft und Catering. Aus der Bezeichnung als zweites Standbein lässt sich folglich weder dessen Umsatzanteil noch sein Beitrag zur Wirtschaftlichkeit eines einzelnen Stores ableiten. Fest steht lediglich, dass die Marke diesen Vertriebsweg gezielt neben dem stationären Geschäft verfolgt.
Einrichtungskosten als Ausgangspunkt der Prüfung
Für die Einrichtung eines Stores nennt Kay Wernerus einen Rahmen von 70.000 Euro bis über 100.000 Euro, abhängig von der Gestaltung. Als Eigenkapital empfiehlt er 20 bis 30 Prozent der Investition. Diese Angaben bieten eine erste Orientierung für potenzielle Franchisepartnerinnen und Franchisepartner, ersetzen jedoch keine standortbezogene Kalkulation.
Wichtig ist insbesondere die Formulierung „Einrichtung“: Der genannte Betrag sollte nicht ohne weitere Klärung als vollständiger Kapitalbedarf einer Gründung verstanden werden. Ebenso ist „über 100.000 Euro“ keine feste Obergrenze. Welche Kosten im konkreten Angebot enthalten sind und auf welche Investitionsbasis sich die Eigenkapitalempfehlung bezieht, sollte vor einer Entscheidung geklärt werden.
Praktisches Fazit: Madame Croissant kündigt einen erheblichen Ausbau seines Franchise-Netzes an. Interessierte sollten den tatsächlichen Eröffnungsstand prüfen und sich Einrichtungskosten, gesamten Finanzierungsbedarf sowie die geplante Rolle des Firmen-Caterings für ihren Wunschstandort konkret erläutern lassen.



