Schwarz Weiss Reinigung wächst auf über 150 Standorte
Schwarz Weiss Reinigung ist an über 150 Standorten vertreten. Das Franchise-Modell verbindet Schulungen, Verwaltungshilfe und Zugang zur Selbstständigkeit.
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Schwarz Weiss Reinigung ist inzwischen an mehr als 150 Standorten in Deutschland vertreten. Wie der Südkurier am 3. November 2026 berichtet, sind allein in diesem Jahr 50 Standorte hinzugekommen. Hinter dem Wachstum steht ein Franchise-Modell, mit dem Unternehmenschef Daoud ausdrücklich auch Menschen den Weg in die Selbstständigkeit ermöglichen will, die auf dem Arbeitsmarkt vor besonderen Hürden stehen.
Vom eigenen Reinigungsauftrag zum Franchise-Netzwerk
Der 42-jährige Unternehmer kümmert sich heute vor allem um den Aufbau und die Betreuung seines Netzwerks. Eigene Reinigungsaufträge übernimmt er dem Bericht zufolge seit Jahren nicht mehr. Seine Rolle beschreibt der Artikel vielmehr als die eines Mentors: Er unterstützt andere dabei, unter dem gemeinsamen Namen eine eigene Existenz aufzubauen.
Die rechtliche Grundlage für die Lizenzvergabe schuf Daoud 2024 mit der Gründung einer GmbH. Bis zu diesem Jahr waren acht weitere Standorte unter dem Namen Schwarz Weiss Reinigung hinzugekommen. Inzwischen nennt der Bericht mehr als 150 Standorte in Deutschland. Nach den dort wiedergegebenen Angaben können damit 476 Städte abgedeckt werden.
Diese beiden Größen sind zu unterscheiden: Die Zahl der erreichbaren Städte bezeichnet die geografische Abdeckung, nicht die Zahl eigenständiger Standorte. Für die Einordnung des Wachstums ist deshalb vor allem die Angabe von 50 neu entstandenen Standorten im laufenden Jahr relevant. Sie beschreibt den jüngsten Ausbau des Netzwerks, während die Städtezahl dessen mögliche Reichweite verdeutlicht.
Schulungen in Konstanz bereiten den Einstieg vor
Das Modell soll eine Verbindung zwischen Nachfrage nach Reinigungsleistungen und kleinen Unternehmen beziehungsweise Selbstständigen herstellen, die über Kapazitäten verfügen, aber von potenziellen Kunden nicht gefunden werden. Daoud sieht seine Aufgabe darin, diese beiden Seiten zusammenzubringen.
Dabei richtet sich das Angebot ausdrücklich auch an Menschen mit Migrationshintergrund, ohne Ausbildung oder mit fehlenden Deutschkenntnissen. Der Wunsch zu arbeiten sei bei vielen vorhanden, erklärt Daoud im Südkurier. Sein Franchise-System soll ihnen einen unternehmerischen Einstieg ermöglichen. Die Unterstützung beschränkt sich dabei nicht auf die Nutzung eines gemeinsamen Namens.
Neue Partner kommen für mehrere Tage nach Konstanz und nehmen dort an verschiedenen Kursen teil. Auf dem Programm stehen die deutsche Sprache, Fachwissen und wichtige Begriffe. Hinzu kommen kaufmännische Aufgaben wie das Schreiben von Angeboten und Rechnungen. Die Vorbereitung verbindet damit Inhalte des Reinigungsalltags mit Grundlagen für die Führung eines eigenen Unternehmens.
Für die deutsche Franchise-Community ist an diesem Ansatz besonders die Verbindung von fachlicher Vorbereitung und sprachlicher Unterstützung bemerkenswert. Der Einstieg wird nicht allein als Frage der Auftragsausführung behandelt: Auch die Kommunikation und die administrative Arbeit gehören zum beschriebenen Schulungsangebot.
Laufende Betreuung gegen Umsatzbeteiligung
Neben den Kursen stellt das Unternehmen ein von Daoud aufgebautes Managementsystem bereit. Franchisenehmer können darin beispielsweise auf Rechnungsvorlagen zurückgreifen. Solche Vorlagen sollen die wiederkehrenden Verwaltungsaufgaben erleichtern. Sie sind Teil des Systems, das neue Partner für ihren eigenen Betrieb erhalten.
Ein weiterer Schwerpunkt ist laut Bericht der persönliche Kontakt zu jedem einzelnen Franchisenehmer. Einen großen Teil seiner Arbeit investiert Daoud in diese Betreuung. Dazu zählen Marketing, administrative Aufgaben und auch Übersetzungen für Partner, die Deutsch erst noch lernen. Die Unterstützung endet somit nicht mit den Einführungskursen in Konstanz.
Für das Modell erhält die GmbH nach Daouds Angaben zehn Prozent der Umsätze. Eine feste Summe wird dafür dem Bericht zufolge nicht angesetzt. Für Interessierte ist diese Berechnungsgrundlage ein wichtiger Punkt: Die genannte Beteiligung orientiert sich am Umsatz, nicht am Gewinn. Welche Leistungen sie im konkreten Vertragsverhältnis umfasst, sollten angehende Partner vor einem Einstieg genau klären.
300 Standorte als nächstes Ziel
Für 2027 hat Daoud ein weiteres Wachstumsziel formuliert: Dann soll das Netzwerk 300 Standorte umfassen. Langfristig möchte er Schwarz Weiss Reinigung in 1.000 Orten vertreten sehen. Beide Angaben sind Zukunftsziele des Unternehmers und keine bereits erreichten Netzwerkgrößen.
Der aktuelle Stand bleibt damit klar umrissen: mehr als 150 Standorte, 50 Neuzugänge im Jahr 2026 und eine laut Bericht mögliche Abdeckung von 476 Städten. Das nächste Ausbauziel würde eine deutliche Erweiterung des bestehenden Netzwerks bedeuten. Zugleich bleibt die persönliche Unterstützung der Partner ein zentraler Bestandteil des beschriebenen Modells.
Praktisches Fazit: Wer einen Einstieg erwägt, sollte insbesondere Schulungsumfang, laufende Betreuung und die Umsatzbeteiligung prüfen. Bei diesem Konzept lohnt zudem ein genauer Blick darauf, wie sprachliche und administrative Unterstützung im eigenen Betriebsalltag konkret organisiert werden.
Quellen
- MPU Franchise: Deutschlandweiter Ausbau geplant
- Vom Asylbewerber zum erfolgreichen Unternehmer: Chef von Schwarz Weiss Reinigung schildert seinen Weg
- Virtual Escape Franchise:Inszeniere unvergessliche VR-Abenteuer für Teams
- Hype um Kette war riesig – doch jetzt stellt Filial-Betreiber plötzlich Insolvenz-Antrag



