MEDIMAX: Neue Deutschlandgesellschaft für Franchisepartner
ElectronicPartner bündelt Einkauf, Vertrieb und Marketing in einer Deutschlandgesellschaft. Für MEDIMAX steht die Entwicklung zum Fachhandel im Fokus.
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ElectronicPartner ordnet sein Deutschlandgeschäft neu: Eine eigene Landesgesellschaft soll künftig Einkauf, Vertrieb und Marketing für EP: und MEDIMAX bündeln. Für die Franchisepartner von MEDIMAX verbindet sich der Umbau mit einer klaren Aufgabe: Das Format soll stärker in Richtung Fachhandel entwickelt werden. Die Geschäftsführung der neuen Gesellschaft übernimmt Martin Wolf, der bereits früher für die Gruppe tätig war.
Eine zentrale Anlaufstelle für Deutschland
Die Düsseldorfer Verbundgruppe machte die Gründung der deutschen Landesgesellschaft am 29. Oktober 2026 öffentlich. Darüber berichtete L’Express Franchise am 2. November. Mit der neuen Struktur folgt ElectronicPartner einem Modell, das die Gruppe bereits in Österreich, den Niederlanden und der Schweiz nutzt. Der Schritt gehört zur Neuausrichtung, die seit Anfang 2026 läuft.
Einkauf, Vertrieb und Marketing sollen künftig in der neuen Gesellschaft zusammengeführt werden. ElectronicPartner nennt dafür drei Ziele: klarere Zuständigkeiten, schnellere Entscheidungen und eine stärkere Orientierung an den Bedürfnissen der angeschlossenen Mitglieder und Franchisepartner. Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung der beiden Marken EP: und MEDIMAX.
Damit ist zunächst die organisatorische Richtung beschrieben. Ein konkreter Zeitplan für die Umsetzung wurde nicht genannt. Auch die künftige Organisation von Konditionen, Sortimentsentscheidungen und Marketingbudgets bleibt offen. Die Ankündigung einer zentralen Anlaufstelle ist deshalb von bereits feststehenden Veränderungen im Tagesgeschäft der Partner zu unterscheiden.
MEDIMAX und EP: haben unterschiedliche Partnermodelle
Für die deutsche Franchise-Community ist vor allem MEDIMAX relevant. ElectronicPartner ist eine Verbundgruppe, innerhalb derer verschiedene Formen der Zusammenarbeit bestehen: Die Fachhändler der Marke EP: sind Mitglieder, keine Franchisenehmer. MEDIMAX arbeitet dagegen mit Franchisepartnern.
Diese Unterscheidung ist für die Einordnung des Umbaus wichtig. Zwar werden zentrale Funktionen für beide Marken unter einem Dach gebündelt. Daraus folgt jedoch nicht, dass EP: und MEDIMAX dasselbe Geschäftsmodell haben oder dass sämtliche angeschlossenen Unternehmen als Franchisebetriebe zu betrachten sind. Die gemeinsame Landesgesellschaft umfasst beide bestehenden Partnergruppen.
Bei MEDIMAX steht neben der organisatorischen Neuordnung eine inhaltliche Weiterentwicklung an. Die Franchisepartner sollen sich stärker zum Fachhandel entwickeln. ElectronicPartner will diesen Weg mit Angeboten für Know-how und Service unterstützen. Welche konkreten Programme daraus entstehen, ist noch nicht ausgeführt. Für die Betreiber ist damit die Richtung benannt, nicht aber bereits ein vollständiges Maßnahmenpaket.
Unterschiedliche Umsatzentwicklung erhöht den Handlungsdruck
Die wirtschaftlichen Angaben für 2025 zeigen, warum eine getrennte Betrachtung der Formate notwendig ist. ElectronicPartner meldete für die Gruppe einen Zentralumsatz von rund 1,2 Milliarden Euro. Damit lag dieser Wert im dritten Jahr in Folge auf demselben Niveau. Der Umsatz in Deutschland wuchs um 1,4 Prozent.
Bei MEDIMAX fiel die Entwicklung schwächer aus: Der Umsatz des Formats sank 2025 um 6,6 Prozent. ElectronicPartner führt dies auf den Druck im großflächigen Handel zurück. Vor diesem Hintergrund erhält die angekündigte Unterstützung der Franchisepartner bei Know-how und Service besonderes Gewicht. Ein wirtschaftlicher Erfolg der Neuordnung lässt sich aus der Ankündigung allerdings noch nicht ableiten.
EP: verzeichnete dagegen flächenbereinigt ein Wachstum von 1,4 Prozent und lag damit 0,6 Prozentpunkte über dem Marktvergleich der GfK. Zudem kamen 38 Mitglieder hinzu: 13 Fachhändler, 21 ServicePartner und vier Unternehmen mit eigenem Profil.
Diese Zahlen beschreiben unterschiedliche Ebenen und dürfen nicht vermischt werden. Der Zentralumsatz steht für die Gruppe, während die Angaben zu MEDIMAX und EP: die jeweiligen Formate betreffen. Insbesondere sind die 38 neuen EP:-Mitglieder kein Beleg für zusätzliche MEDIMAX-Franchisestandorte.
Martin Wolf übernimmt die neue Gesellschaft
Die Geschäftsführung der Deutschlandgesellschaft übernimmt Martin Wolf. Er kommt von EK Retail, wo er als Geschäftsführer die Konzepte electroplus und küchenplus verantwortete. ElectronicPartner und MEDIMAX kennt er aus früherer Tätigkeit: Zwischen 1991 und 2012 arbeitete Wolf bereits für die Gruppe und das Fachmarktformat.
Sein genauer Starttermin wurde nicht genannt. Fest steht dagegen die vorgesehene Verantwortung für die neue Landesgesellschaft, in der die zentralen Funktionen des Deutschlandgeschäfts zusammenlaufen sollen. Der Personalwechsel und die strukturelle Neuordnung gehören damit unmittelbar zusammen.
Für MEDIMAX-Partner wird die weitere Konkretisierung entscheidend sein: Welche Unterstützung steht für die Entwicklung zum Fachhandel zur Verfügung, wer ist künftig zuständig und wie werden gemeinsame Einkaufs- und Marketingaufgaben organisiert? Das sind praktische Prüfpunkte, keine bereits zugesagten Änderungen.
Praktisches Fazit: Bestehende und interessierte MEDIMAX-Franchisepartner sollten die neue Deutschlandgesellschaft als angekündigten organisatorischen Rahmen einordnen. Für betriebliche Entscheidungen zählen die noch zu konkretisierenden Zuständigkeiten, Serviceangebote und Konditionen.
Quellen
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