RoboRelax startet Franchise für Roboter-Massagen
RoboRelax sucht Franchisepartner für weitere deutsche Städte. Der Münchner Pilot arbeitet mit zwei Massagerobotern und digitaler Terminbuchung.
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Das Münchner Massagestudio RoboRelax öffnet sein Konzept für Franchisepartner. Gründer Ben Wegscheider will den Pilotstandort in der Sonnenstraße am Stachus zum Ausgangspunkt einer Kette machen. Statt menschlicher Massagekräfte kommen dort KI-gesteuerte Roboter zum Einsatz. Für die deutsche Franchise-Community bringt der Start ein technologiebasiertes Dienstleistungskonzept, dessen Ausbau nun über selbstständige Partner erfolgen soll.
Vom Münchner Pilotstudio in weitere Städte
RoboRelax eröffnete am 1. Juni 2025 in München. Der Standort arbeitet mit zwei Massagerobotern und bezeichnet sich selbst als ersten KI-Roboter-Massagesalon Europas. Diese Einordnung ist eine Darstellung des Unternehmens. Nach eigenen Angaben haben bereits mehr als 1.000 Kundinnen und Kunden eine Sitzung gebucht.
Der Start erhielt Aufmerksamkeit in Fernsehen und Radio: Sat.1, ProSieben Galileo und Taff sowie mehrere Münchner Radiosender berichteten über das Studio. Für das junge Konzept bedeutet das zunächst öffentliche Sichtbarkeit. Eine Aussage zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eines künftigen Partnerstandorts lässt sich daraus allein jedoch nicht ableiten.
Der nächste Schritt ist die Suche nach Franchisepartnern für weitere deutsche Städte. Dafür hat RoboRelax eine eigene Franchise-Seite eingerichtet. Interessierte können sich direkt beim Gründer melden und prüfen lassen, ob ein Gebiet in ihrer Region verfügbar ist. Die aktuelle Nachricht ist damit der Beginn der Partnersuche, nicht die Eröffnung einer bereits bestehenden Gruppe von Franchisestudios.
Zwei Robotermodelle und Termine nach Buchung
Im Münchner Studio kostet eine halbstündige Sitzung am Basismodell 25 Euro. Für das Premiummodell mit Infrarotwärme werden 30 Euro berechnet. Geöffnet ist montags bis samstags; Behandlungen finden ausschließlich nach Terminvereinbarung statt. Diese Angaben beschreiben das Angebot des Pilotstandorts.
Für das Franchise-Konzept wirbt RoboRelax mit einem geringen Flächenbedarf und einer schlanken Personalstruktur. Die eigentliche Massage übernehmen die Geräte. Der technische Ablauf ist deshalb ein zentraler Bestandteil des Angebots und nicht lediglich eine Ergänzung zu einer klassischen Dienstleistung.
Für potenzielle Partner lohnt es sich, das Münchner Betriebsmodell genau anzusehen: Wie greifen Terminvergabe, Empfang, Nutzung der Geräte und die Betreuung der Kundschaft ineinander? Welche Aufgaben bleiben trotz automatisierter Massage vor Ort bestehen? Solche Fragen sind für die eigene Planung wichtiger als die pauschale Vorstellung eines weitgehend automatischen Betriebs.
Auch die genannten Sitzungspreise sollten Interessierte als Ausgangspunkt für eine Standortprüfung verstehen. Für eine belastbare Kalkulation wären zusätzlich unter anderem die örtlichen Kosten, die tatsächlich buchbaren Zeiten und die erwartete Auslastung zu prüfen. Die Technik allein beantwortet diese wirtschaftlichen Fragen nicht.
Technik, Buchung und Marketing im Franchise-Paket
Nach der Beschreibung des Franchise-Angebots liefert RoboRelax die Massageroboter und übernimmt deren Installation und Konfiguration. Zum Paket gehören außerdem Wartung und Software-Updates. Damit bündelt der Franchisegeber wesentliche Aufgaben rund um die technische Ausstattung der Partnerstandorte.
Für die Organisation stellt RoboRelax ein Buchungssystem bereit, das Online-Zahlungen, Gutscheine und einen Kalender umfasst. Hinzu kommt eine eigene Standortseite für die jeweilige Stadt. Das Angebot verbindet damit die Geräte vor Ort mit einer digitalen Infrastruktur für Terminvergabe und Bezahlung.
Auch bei der Vermarktung sollen Partner Unterstützung erhalten. Vorgesehen sind Vorlagen für Social Media und Google Ads sowie PR-Material. Ein persönliches Onboarding und ein Betriebshandbuch ergänzen das Leistungspaket. Für neue Betreiber sind damit sowohl technische als auch organisatorische Hilfen vorgesehen.
Jeder Standort soll zudem im Franchisevertrag ein geschütztes Einzugsgebiet erhalten. Für Bewerber ist deshalb nicht nur die grundsätzliche Verfügbarkeit einer Stadt relevant. Im Vertragsgespräch sollten sie auch klären, wie das jeweilige Gebiet abgegrenzt wird und welche konkreten Rechte damit verbunden sind. Ebenso empfiehlt sich eine genaue Prüfung der Leistungen für Wartung, Betreuung und Software.
Investitionsrahmen vor dem Einstieg konkretisieren
Im Bewerbungsformular fragt RoboRelax die Investitionsbereitschaft ab. Die auswählbaren Stufen reichen von bis zu 25.000 Euro bis zu mehr als 100.000 Euro. Diese Auswahl ist nicht mit einer verbindlichen Angabe der gesamten Investition für einen Standort gleichzusetzen. Sie dient zunächst dazu, die finanziellen Möglichkeiten von Interessierten einzuordnen.
Wer das Konzept für die eigene Stadt prüft, sollte sich deshalb eine vollständige Aufstellung der einmaligen und laufenden Kosten geben lassen. Dazu gehört auch die Klärung, welche Bestandteile des beschriebenen Pakets zu welchen Bedingungen bereitgestellt werden. Erst damit lässt sich das Angebot mit der eigenen Finanzierung und den Anforderungen eines konkreten Standorts abgleichen.
Praktisches Fazit: RoboRelax bietet einen Einstieg in ein robotergestütztes Dienstleistungsmodell mit zentral bereitgestellter Technik und Buchungsinfrastruktur. Interessierte sollten zuerst die Gebietsverfügbarkeit klären, den Pilotbetrieb kennenlernen und anschließend Investition, laufende Kosten und technische Betreuung detailliert prüfen.



