Cookie Couture wächst auf 20 Standorte – 17 im Franchise
17 von 20 Cookie-Couture-Läden werden von Franchisepartnern geführt. Die Marke meldet rund 2.500 Anfragen und plant weitere Standorte.
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Cookie Couture hat sein Netz in Deutschland auf 20 Standorte ausgebaut. 17 davon betreiben Franchisepartnerinnen und Franchisepartner. Damit ist aus dem ersten Geschäft in der Kölner Ehrenstraße innerhalb von gut drei Jahren ein überwiegend partnergeführtes System geworden. Neben dem bisherigen Wachstum stehen nun weitere Eröffnungen und mögliche Bahnhofslagen im Blickpunkt.
Vom Kölner Start zum partnergeführten Netz
Im Frühjahr 2023 eröffneten Niklas Schenk und Kilian Wisskirchen ihren ersten Cookie-Laden in Köln. Beide Gründer sind studierte Betriebswirte. Nach dem am 15. Oktober 2026 veröffentlichten Bericht von L’Express Franchise umfasst Cookie Couture inzwischen 20 Standorte in Deutschland. Dazu gehören drei Geschäfte in München und zwei in Hamburg.
Die Aufteilung zwischen eigenen und partnergeführten Geschäften zeigt, welche Rolle Franchise für die Expansion spielt: Die beiden Kölner Läden und die Düsseldorfer Filiale führen die Gründer selbst. Die übrigen 17 Standorte liegen in den Händen von Franchisepartnern. Das entspricht 85 Prozent des gesamten Netzes.
Für die deutsche Franchise-Community ist damit vor allem die Struktur des Wachstums bemerkenswert. Cookie Couture ergänzt nicht lediglich ein größeres eigenes Filialnetz durch einzelne Partnerbetriebe. Vielmehr tragen die Franchisepartner den weit überwiegenden Teil der bisherigen Standortentwicklung. Die drei selbst geführten Geschäfte stehen einem inzwischen deutlich größeren Partnernetz gegenüber.
Den eigentlichen Wachstumsschub verorten die Gründer in den vergangenen 18 Monaten. Die Entwicklung seit 2023 verlief demnach nicht gleichmäßig: Auf den Start mit einem einzelnen Laden folgte insbesondere in der jüngeren Phase eine beschleunigte Ausweitung des Netzes.
Rund 2.500 Anfragen sind noch keine Partnerverträge
Nach Angaben der Gründer hat Cookie Couture innerhalb von drei Jahren rund 2.500 Franchise-Anfragen erhalten. Diese Zahl macht das Interesse am Konzept sichtbar. Sie ist allerdings klar von der Zahl tatsächlich eröffneter Betriebe zu unterscheiden: Gemeldet werden Anfragen, nicht 2.500 unterschriebene Verträge oder fest zugesagte Standorte.
Auch die 17 partnergeführten Geschäfte lassen sich nicht automatisch mit 17 unterschiedlichen Franchisenehmern gleichsetzen. Die Standortzahl beschreibt die Verteilung der Läden nach Betriebsmodell. Für eine Beurteilung des Netzes ist diese Unterscheidung wichtig, weil Interessenten, Vertragspartner und eröffnete Betriebe unterschiedliche Größen sind.
Gründungsinteressierte sollten die hohe Zahl eingegangener Anfragen deshalb als Hinweis auf Aufmerksamkeit für die Marke lesen, nicht als Nachweis für die Wirtschaftlichkeit eines einzelnen Geschäfts. Ebenso wenig lässt sich daraus ableiten, wie viele Bewerbungen für eine Partnerschaft geeignet waren oder wie lange der Weg von der ersten Anfrage bis zur Eröffnung dauert.
Die entscheidende Entwicklung bleibt die bereits umgesetzte Expansion: Aus einem ersten Geschäft sind 20 Standorte geworden, von denen 17 im Franchise betrieben werden. Diese Zahl beschreibt den erreichten Ausbau konkreter als das vorgelagerte Interesse möglicher Partner.
Weitere Eröffnungen und neue Standortformate
Für das Gesamtjahr 2026 sollen bis Jahresende rund zehn Neueröffnungen zusammenkommen. Dabei handelt es sich um das angekündigte Jahresvolumen, nicht um zehn zusätzliche Läden über den im Oktober gemeldeten Bestand hinaus. Weitere Geschäfte befinden sich bereits in Planung, darunter auch Standorte an Bahnhöfen.
Bei Einkaufszentren verfügt Cookie Couture bereits über Präsenz an mehreren Standorten. Genannt werden das CentrO in Oberhausen, der Ruhr Park in Bochum und das Hamburger Überseequartier. Das Netz ist damit nicht auf das Umfeld beschränkt, in dem die Marke mit ihrem ersten Laden in der Kölner Ehrenstraße gestartet ist.
Die genannten Bahnhofslagen markieren dagegen eine geplante nächste Etappe. Aus der Ankündigung lässt sich noch kein konkreter Eröffnungstermin für einen bestimmten Bahnhof ableiten. Für die Einordnung der Expansion bleibt daher zwischen bestehenden Geschäften in Einkaufszentren und noch geplanten Läden zu unterscheiden.
Für potenzielle Partner ergibt sich daraus eine praktische Prüfaufgabe: Ein Konzept sollte nicht allein anhand seiner Gesamtzahl an Standorten bewertet werden. Relevant ist auch, welche Erfahrungen bereits mit dem jeweils vorgesehenen Standortformat vorliegen. Ein bestehender Laden in einem Einkaufszentrum und eine geplante Bahnhofseröffnung sind dabei unterschiedliche Ausgangspunkte.
Reichweite einordnen, Standort einzeln prüfen
Cookie Couture nennt nach eigenen Angaben netzweit mehr als 100.000 Kundinnen und Kunden pro Monat. Diese Größenordnung ergänzt das Bild eines Systems, das seit seinem Start deutlich an Reichweite gewonnen hat. Sie bezieht sich jedoch auf das gesamte Netz und ist kein ausgewiesener Leistungswert eines einzelnen Ladens.
Für eine Investitionsentscheidung ersetzt die Gesamtzahl deshalb keine standortbezogene Prüfung. Wer einen Einstieg erwägt, sollte sich insbesondere die wirtschaftlichen Annahmen für den konkreten Laden, die Aufgabenverteilung mit der Zentrale und die Unterstützung beim Betriebsstart erläutern lassen. Auch das geplante Standortformat gehört in diese Prüfung.
Praktisches Fazit: Cookie Couture hat mit 17 partnergeführten Läden ein überwiegend franchisegetragenes Netz aufgebaut. Interessenten sollten die gemeldete Nachfrage und Reichweite als Ausgangspunkt nehmen, ihre Entscheidung aber auf nachvollziehbare Angaben zum konkreten Standort und zur Partnerschaft stützen.



